Die Bauarbeiten für die neue Röhre begannen 2020 mit vorbereitenden Massnahmen wie dem Bau von Zugangsstollen zu geologischen Störzonen. Seit 2025 sind riesige Tunnelbohrmaschinen im Einsatz, die sich mit rund 18 Metern pro Tag durch das Gebirge graben. Der Durchschlag ist für Herbst 2027 geplant und die Inbetriebnahme der zweiten Röhre für 2030. Anschliessend wird die erste Tunnelröhre saniert, sodass ab 2033 beide Röhren zur Verfügung stehen – pro Fahrtrichtung jedoch weiterhin nur mit einer Spur, um die Verkehrskapazität nicht zu erhöhen.
Der Neubau der zweiten Tunnelröhre ist ein weiteres bedeutendes Kapitel in der Geschichte des Gotthards. Besonders relevant ist dabei die Planung von Sicherheitsvorkehrungen. Die zweite Röhre erhöht die Verkehrssicherheit durch die Möglichkeit einer besseren Entfluchtung im Notfall und durch die Reduktion von Verkehrsstaus. Zudem mussten auch die Auswirkungen auf Umwelt und Geologie sorgfältig berücksichtigt werden, um Schäden an Landschaft und natürlichen Ressourcen zu minimieren.
SCHERLER leistet(e) in verschiedenen Projekten (in Ingenieurgemeinschaften oder alleine) einen Beitrag für den sicheren Betrieb des bestehenden und neuen Gotthardstrassentunnels.

