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Frauen-Power bei SCHERLER

Frauen-Power bei SCHERLER{newsItem.falMedia.0.alternative}

Am 1. Oktober 2020 hat Nicole Kalberer bei SCHERLER in Chur ihre Stelle als Junior Projektleiterin angetreten und wird ab nächstem Jahr als Projektleiterin tätig sein. Schon als Mädchen lagen ihr Zahlen und Mathematik besser als Fremdsprachen. Deshalb hat sie sich für eine Lehre als Elektroplanerin entschieden.

Später kam die Ausbildung zur «Elektroprojektleiterin Planung» hinzu. Nahtlos angeschlossen hat sie den Lehrgang «Dipl. Elektroplanungsexpertin. Die höhere Fachprüfung hat sie vor kurzem mit Bravour bestanden. Aktuell ist sie mit diesem Titel die einzige Frau in der Schweiz – Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!

Nicole, warum hast du dich ausgerechnet für diese Weiterbildung entschieden? Was bringt dir dieser Lehrgang im Berufsalltag?

Nicole: Mit der neuen Prüfungsordnung vom Verband EIT.swiss ist es nun auch möglich eine praktische Weiterbildung in der Sparte als Elektroplaner zu absolvieren. Vorher gab es keinen spezifischen Lehrgang dafür. Diese Chance wollte ich packen. So konnte ich sowohl bei der Berufsprüfung als auch bei der höheren Fachprüfung jeweils bei der ersten Prüfungsdurchführung dabei sein. Die Lehrgänge sind auf unseren Beruf abgestimmt, was einem im Alltag sehr unterstützt.

Deine Weiterbildungen hast du stets berufsbegleitend absolviert während eines Vollzeit-Pensums. Hinzu kam diesmal auch noch deine Tätigkeit als Dozentin an diversen Orten. Wie ist das alles zu schaffen?

Nicole: Ich habe am Unterrichten nach meiner Berufsprüfung Gefallen gefunden. Ich bin stolz darauf, von den Lernenden bis zu den künftigen Experten alle Stufen der Grund- und Weiterbildung zu unterstützen. Das hat mir auch selbst für meine eigene Prüfungsvorbereitung geholfen, da Schüler Sachen hinterfragen, auf die ich selbst nicht kommen würde. So war es eine Win-Win-Situation.

Du bist mit deiner Weiterbildung sowie auch an deinem Arbeitsplatz als Frau eine Ausnahme. Ist das in der Schule oder während des Arbeitsalltages ein Problem?

Nicole: Ich gebe zu, es ist nicht immer ganz einfach. Mit der Zeit habe ich jedoch gelernt, diesen vermeintlichen Nachteil zu meinen Gunsten zu Nutzen. Ich habe einen hohen Wiedererkennungswert und habe auch die Erfahrung gemacht, dass Diskussionen ruhiger ablaufen, wenn eine Frau am Tisch sitzt. Die Mischung macht's, davon profitieren alle.

Hast du eine Idee, wie sich mehr junge Mädchen und Frauen dazu animieren lassen könnten, einen technischen Berufszweig zu wählen?

Nicole: Die Voraussetzungen für einen technischen Beruf sind sehr vielseitig. Meiner Meinung nach erfüllen dies Frauen genau so gut wie Männer. Wichtig ist es, transparent aufzutreten und somit die Angst vor dem «Männerberuf» zu nehmen.

Kannst du Frauen, die sich für einen Beruf oder eine Weiterbildung interessieren, die überwiegend von Männern besetzt ist einen Tipp geben, was sie dabei beachten sollten?

Nicole: Habt Mut! Es ist nicht schlimm, die Einzige zu sein, sondern Klasse!

SCHERLER ist bestrebt, Frauen innerhalb des Unternehmens dieselben Voraussetzungen und Möglichkeiten zu bieten, wie ihren männlichen Kollegen und sie in jeder Hinsicht gleichgestellt behandeln. Eine erneute Analyse der Löhne im Oktober 2021 hat SCHERLER bestätigt, dass zwischen Frauen und Männern Lohngleichheit herrscht. Die Prüfung wurde durch die Revisionsgesellschaft ENGEL COPERA auditiert.