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Deckenheizung im Verkehrshaus der Schweiz

Kartenausschnitt Verkehrshaus der Schweiz Kartenausschnitt Verkehrshaus der Schweiz
alte Schienenhalle 1 im Verkehrshausalte Schienenhalle 1 im Verkehrshaus
Verlegte Sorb-ElementeVerlegte Sorb-Elemente
Leitungsrohre im hohlen DoppelbodenLeitungsrohre im hohlen Doppelboden
Leitungsrohre im hohlen DoppelbodenLeitungsrohre im hohlen Doppelboden
Leitungsrohre im hohlen DoppelbodenLeitungsrohre im hohlen Doppelboden

SCHERLER wurde mit dem Elektro-Engineering für das neue Mehrzweckgebäude, welches im Verkehrshaus Luzern entsteht, beauftragt. Der sechsstöckige Neubau wird die bestehende Schienenhalle 1 aus dem Jahr 1959 neben dem Filmtheater an der Haldenstrasse ersetzen. Vorgesehen ist, mit dem Bau einen zweiten Museumseingang an der Haldenstrasse zu realisieren.

Weiter wird im oberen Geschoss Platz für Büroräume entstehen. Dort werden unter anderem die Administration des Verkehrshauses und museumsnaher Partner einziehen.

 

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange und schreiten planmässig voran. Eine Besonderheit dieses Projektes, ist unter anderem die Beheizung durch Sorb-Elemente. Der Vorteil einer solchen Heizung ist, dass die leeren Dienstleistungsflächen sehr flexibel unterteilt werden können für zukünftige Mieter. Dies grosse Flexibilität wird Installationstechnisch durch den Doppelboden untermauert. Somit ist eine Bodenheizung in herkömmlicher Weise nicht einsetzbar. Aus diesen Gründen entschied man sich für eine Heizung mit Sorb-Elementen in der Decke.

 

Sorb- (oder Tab-)Elemente werden vorzugsweise für Gebäude eingesetzt, die nebst Heizung auch Kühlung benötigen (Büros, Messehallen usw.). Der Aufbau ist derjenige einer Fussbodenheizung sehr ähnlich. Die Rohre werden jedoch im Beton verlegt. Sie werden oft in der Mitte eingebaut, oder auch nahe der Ober- oder Unterkante der Decke. Die Sorb-Elemente heizen bzw. kühlen sowohl den darüber als auch den darunter liegenden Raum. Ferner können aufgrund der grossen Speicherwirkung der Betonbauteile Leistungsspitzen vermieden werden. Die Wärmequelle einer solchen Heizung ist zudem absolut offen. Egal, ob Wärmepumpe, Solarstrom oder z.B. auch Holzschnitzel können als Quelle dienen. Im Falle des Verkehrshauses baut das EWL eine Energiezentrale, welche See-Energie nutzt.

 

Für die Elektroplanung bedeutet diese Heizungsform zusätzlichen Koordinationsaufwand. Auch wird eine grössere Anzahl an Rohreinlagen benötigt, da zum Zeitpunkt des Bauens nicht bekannt ist, wo sich einst welche Räume der einzelnen Mieter befinden werden. Insbesondere in den Betondecken müssen entsprechend Rohre vorgesehen werden.

 

Nebst verschiedenen Dienstleistern wird auch eine Dauerausstellung mit Energiethemen Platz finden im «House of Tomorrow». Das Verkehrshaus der Schweiz möchte dort die Energierealitäten von gestern, heute und morgen aufzeigen und für die breite Bevölkerung fassbar machen. Natürlich entspricht auch das Mehrzweckgebäude selbst der neusten energietechnischen Generation. Der Neubau steht damit sinnbildlich dafür, was dereinst auf den 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche exponiert werden soll. Eröffnung wird im Frühling 2023 sein. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die spannende und lehrreiche Ausstellung, die es im Verkehrshaus schon bald zu bestaunen gibt!

 

SCHERLER – smart swiss engineering

 

 

 

Weiterführende Links

Verband VSE

Architekturbüro Gigon-Guyer

Verkehrshaus der Schweiz